Description
Eine Fachrichtung tut sich oft schwer, berkommene Leitbilder und Fragestellungen hinter sich zu lassen. Dies trifft in besonderer Weise auf das Interesse am frhmittelalterlichen oder gar antiken Rechtsleben der Germanen zu, die das Fach Deutsche Rechtsgeschichte im 19. und teilweise noch im 20. Jahrhundert kennzeichnete. Dieses Germanenbild bewegte sich auf komplexe Weise – abhngig von den politischen und ideologischen Anschauungen der Wissenschaftler – zwischen Wissenschaft und Ideologie. Die Arbeit beschftigt sich ebenso mit dem Geschichtsbild der Historischen Rechtsschule, wie mit chauvinistischen bertreibungen und Verzerrungen, die in unertrglichen Geschichtsverflschungen zur Zeit des Nationalsozialismus mndeten. Der schwierige Ablsungsprozess von allzu idealistischen, methodisch unhaltbaren oder schlicht rassistischen Germanenbildern nach 1945 beschliet den Band. Der Autor: Jrgen Busch war Assistent am Institut fr sterreichische und Europische Rechtsgeschichte der Universitt Wien. Neben seinem Studium der Geschichte und der Rechtswissenschaften in Wien und Leuven erfolgten lngere Studien- und Forschungsaufenthalte in Brssel und Florenz.




