Die Behandlung ausgewhlter derivativer Finanzinstrumente und mezzaniner Finanzierungsformen nach HGB, im Steuerrecht und nach IFRS
By Jost W KramerDie zunehmende Expansion vieler deutscher Unternehmen in auslndische Absatzgebiete und die Internationalisierung der Kapitalmrkte hat einerseits die Sensitivitt gegenber Krisen in anderen Mrkten der Welt vergrert, anderseits einen starken Wettbewerb um Kapital ausgelst. Nur Unternehmen, die in der Lage sind, sowohl die operativen als auch die finanzwirtschaftlichen Risiken weitestgehend abzusichern, wird es gelingen, dauerhaft die Renditeerwartungen der Eigen- und der Fremdkapitalgeber zu befriedigen und so die langfristige Existenz des Unternehmens sicherzustellen. Dabei hat der Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung operative
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Die zunehmende Expansion vieler deutscher Unternehmen in auslndische Absatzgebiete und die Internationalisierung der Kapitalmrkte hat einerseits die Sensitivitt gegenber Krisen in anderen Mrkten der Welt vergrert, anderseits einen starken Wettbewerb um Kapital ausgelst. Nur Unternehmen, die in der Lage sind, sowohl die operativen als auch die finanzwirtschaftlichen Risiken weitestgehend abzusichern, wird es gelingen, dauerhaft die Renditeerwartungen der Eigen- und der Fremdkapitalgeber zu befriedigen und so die langfristige Existenz des Unternehmens sicherzustellen. Dabei hat der Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung operativer und finanzwirtschaftlicher Risiken, insbesondere von Whrungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken, stark an Beliebtheit gewonnen. Diese ehemals aufgrund ihrer hohen finanziellen Risiken als hoch spekulativ angesehenen Instrumente dienen zunehmend im Rahmen so genannter Sicherungsbeziehungen bzw. Bewertungseinheiten der Absicherung realwirtschaftlicher Geschfte. Dieses Buch befasst sich vor allem mit der Behandlung derivativer Finanzinstrumente im Handelsrecht nach HGB und IFRS sowie im Steuerrecht. In diesem Rahmen gilt es insbesondere die Frage zu klren, ob die bisher im HGB und nach IFRS geltenden Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschften in der Lage sind, ein den tatschlichen Verhltnissen entsprechendes Bild der Vermgens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Von besonderer Bedeutung ist auch, ob es dem Steuergesetzgeber mit der Vorschrift des 5 Abs. 1a EStG gelungen ist, eine eindeutige und unstrittige Vorschrift zur Abbildung von Sicherungsgeschften in der Steuerbilanz einzufhren oder ob vielmehr die Unsicherheiten der Bilanzierung im HGB ins Steuerrecht exportiert worden sind. Eine abschlieende Bilanzanalyse soll die Behandlung derivativer Finanzinstrumente in ausgewhlten Unternehmensabschlssen untersuchen und die Abbildung innerhalb dieser Abschlsse den theoretisch mglichen Ausweis- und Bewertungskonzepten gegenberstellen. Dabei gilt es aufzuzeigen, warum Unternehmen bestimmte Ausweis- und Bewertungsalternativen gewhlt haben.